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Training bei hochsommerlichen Temperaturen – Hitzefrei oder auf in den Kampf?

Grillpartys, Eis und Pommes im Schwimmbad und das ein oder andere Glas Wein unter Freunden. Im Sommer lassen wir es uns gerne gutgehen. Die lauen Temperaturen am Abend laden zu geselligen Stunden ein und schneller als man „Pina-Colada“ sagen kann, zeigt die Waage ein paar (hundert-tausend) Gramm mehr an. Mit den Temperaturen steigt auch das Körpergewicht und die Bikinifigur versteckt sich bis zum nächsten Sommerbeginn wieder dort, wo sie hergekommen ist. Schöner Mist.

 

Muss aber nicht sein, denn selbst bei Temperaturen jenseits der 30 Grad Marke spricht nichts gegen sportliche Betätigung, wenn man das ganze vernünftig angeht.

 

1. Belastung anpassen

 

Durch die Hitze steigt unser Puls bei Belastung schneller, weshalb wir das Training moderater gestalten sollten und noch genauer als sonst auf unseren Körper hören müssen. An die Belastungsgrenze zu gehen muss nicht sein, wenn man auf der Straße, auf der man läuft Spiegeleier braten könnte.

 

2. Funktionskleidung tragen

 

Wir schwitzen um uns zu kühlen. Der Schweiß verdunstet auf unserer Haut und wirkt so wie eine Klimaanlage. Möglichst wenig Stoff und atmungsaktive Kleidung können dabei helfen, uns während des Trainings abzukühlen.

 

3. Trinken, trinken, trinken

 

Normalerweise reicht es etwa einen Liter Wasser pro Trainingsstunde zu trinken, um den Flüssigkeitshaushalt stabil zu halten. Im Sommer schwitzen wir stärker und verlieren dadurch neben Wasser auch wichtige Salze und Mineralstoffe. Um unsere Speicher konstant gefüllt zu halten ist es ratsam isotonische Getränke oder stark verdünnte Fruchtsäfte mit einer Prise Salz verfeinert zu genießen.

 

4. Uhrzeit schlau wählen

 

Ja, was jetzt kommt ist logisch, ich möchte es aber trotzdem nicht unerwähnt lassen: Bitte nicht in der schlimmsten Mittagshitze (die in unseren Breitengrade übrigens erst zwischen 13.00-15.00 so richtig Gas gibt) trainieren, sondern frühmorgens oder abends. Man muss sich ja nicht extra quälen…

 

5. Ernährung an die Temperaturen anpassen

 

Auch wenn es nicht superheiß oder unerträglich schwül ist, macht Sport nach einem Riesenschnitzel, einer Portion Pommes und einem Stück Sachertorte wenig Spaß. Je wärmer es draußen wird, umso mehr zieht uns die falsche Ernährung nach unten. Obst und Gemüse mit hohem Wasseranteil wie Melonen, Beeren, Pfirsiche, Gurken, Tomaten und Zucchini sollten im Sommer unbedingt auf dem Speiseplan stehen. In Verbindung mit einer mageren Eiweißquelle wie gegrilltem Fisch oder gebratener Putenbrust kann zumindest ernährungstechnisch nicht mehr viel schief gehen.

 

6. Körper an die Temperaturen gewöhnen

 

Unser Körper gewöhnt sich relativ schnell an alle möglichen Situationen. So ist es auch mit der Sommerhitze. Wenn wir unserem Herz- Kreislaufsystem nicht sofort alles abverlangen und dem Körper Zeit geben, sich zu akklimatisieren, klappt es auch mit dem Training bald wieder beinahe wie gewohnt.  Wichtig dabei: Auf den Körper hören und nicht übertreiben aber auch nicht den bösen bösen bösen inneren Schweinehund gewinnen lassen ;-)

 

In diesem Sinne bis bald, ich geh jetzt schwimmen!