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Die Sache mit den guten Vorsätzen...

Die erste Hälfte des Jahres ist vorbei und an die guten Vorsätze, die wir zu Jahresbeginn gefasst haben denken wir schon lange nicht mehr. Tatsächlich sind diese oft keine zwei Wochen später längst vergessen. Vorsätze? Nö – nicht mit mir!

 

Das ist sehr schade, denn die guten Vorsätze haben wir uns ja nicht nur zum Spaß überlegt. Die Motivation dahinter ist oft das schlechte Gewissen das uns plagt, denn ja: Wir essen zu viel oder falsch, bewegen uns zu wenig oder so gut wie überhaupt nicht. Vorsätze werden von uns gefasst, um das eigene Leben einen Schritt in die richtige Richtung zu verändern, denn das ein gesunder Lebenswandel nachhaltig sinnvoll ist, das ist uns allen mehr als bewusst. Wenn nur dieser dämliche innere Schweinehund nicht wäre…

 

Warum scheitern wir und wie können wir das ändern?

 

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Alles was wir über einen  Zeitraum von 2 Monaten immer wieder machen, wird von uns so verinnerlicht, dass es einfach zu unserem Leben dazu gehört – in einem Ausmaß, dass wir ohne diese Gewohnheit ausleben zu können, nicht besonders glücklich werden. Das gilt für das Feierabendbier genauso, wie für den Morgenlauf. Diese Tatsache können wir uns zu Nutzen machen, wenn es um das Einhalten der guten Vorsätze geht. Wir müssen nur 2 Monate durchhalten, dann gelingt uns alles was zu Beginn noch lästig und mühsam ist wie von selbst. „Nur“ 2 Monate? Wie sollen wir diese lange Zeit überstehen?

 

Ziele realistisch und konkret formulieren

 

Wer noch nie 5km am Stück gelaufen ist, wird kaum erfolgreich in einem Monat an einem Marathon teilnehmen können. Dieses Ziel ist zu hoch gesetzt und die Motivation wird schneller verschwinden, als man 42,195 Kilometer sagen kann. Zu beschließen: „Ich fange an zu Laufen“ ist lobenswert aber zu wenig konkret formuliert. Wann? Wie oft? Wie lange? Wie weit? Wenn man selbst nicht genau weiß, wie man diese Ziele formulieren soll, ist es gut sich Hilfe zu holen - z.B. bei der Personal Trainerin deines Vertrauens. Durch kleine Fitnesstests und gemeinsame Laufrunden wird der Ist-Status erhoben und anhand eines persönlichen Trainingsplans kann dann sinnvoll und erfolgreich trainiert werden. So bleibt die Motivation erhalten und Laufen wird zum liebgewonnenen Hobby.

 

Vorsätze bekannt machen

 

Wenn man in der Familie und im Freundeskreis erzählt, dass man gerne abnehmen möchte ist dieser Vorsatz gleich verbindlicher. Zur Motivation einige Kilos zu verlieren kommt der Stolz. Wer will sich schon die Blöße zu geben, etwas nicht zu erreichen, wenn man vorher groß davon gesprochen hat?

 

Doch auch hier ist es wieder wichtig, die Ziele realistisch zu setzen und vor allem einen gesunden Weg zu finden, den Fettpölsterchen den Kampf anzusagen. Hungerkuren und Radikaldiäten sind langfristig ungefähr so sinnvoll und gesund, wie Schokolade zum Frühstück. Eine vernünftige Ernährungsumstellung  die Spaß macht, Energie gibt, das Wohlbefinden steigert und trotzdem die Figur verbessert ist keine Hexerei – wenn man weiß wie der Körper funktioniert und was er zum Leben braucht. Der Einstieg fällt meistens schwer, deshalb ist es sinnvoll  sich Unterstützung zu suchen. Eine Personal Trainerin kann nicht nur Tipps für eine ausgewogene Ernährung geben, sie liefert auch gleich den Trainingsplan mit, der die Gewichtsabnahme im richtigen Rahmen unterstützt.

 

Verbündete suchen

 

Alleine gute Vorsätze in die Tat umzusetzen ist machbar, aber nur halb so lustig wie in einer Gruppe von Gleichgesinnten. Woher du jetzt eine ganze Gruppe abnehmwilliger oder sportbegeisterter Menschen nehmen sollst? Fitnesskurse eignen sich dazu besonders gut. In der Gruppe schwitzt es sich viel leichter, der Spaß steht im Mittelpunkt und der Ehrgeiz wird geweckt – oder willst du etwa, dass die anderen größere Fortschritte machen als du? Am besten gleich einen 10er-Block besorgen, so wächst zudem die Verbindlichkeit, denn was man bezahlt hat, will man schließlich auch einlösen!

 

Etappenziele stecken und nicht übertreiben

 

„Ich will jeden Tag Sport machen, mit dem Rauchen aufhören und komplett auf Kohlehydrate verzichten“ – ähm ja.

 

Wenn man bisher die Jogginghose nur von Fernsehabenden kennt, sollte man nicht plötzlich trainieren wie ein Spitzensportler. Besonders ambitionierte (Wieder-)Einsteiger sind gefährdet ins Übertraining zu rutschen. Regenerationsphasen sind unbedingt einzuhalten, denn ob du es glaubst oder nicht „Burnout“ gibt es auch im Sport. Ganz genau auf den eigenen Körper hören und noch besser nach einem maßgeschneiderten Trainingsplan trainieren – so vermeidest du motivationsbedingte Überlastung.

 

Es ist toll als Raucher dieses Laster loswerden zu wollen, der Sucht den Kampf anzusagen und das eigene Leben so zu verlängern. Doch bitte nicht  unbedingt in Verbindung mit einem zweiten Vorsatz. Ein Vorsatz beschäftigt uns schon genug, ein zweiter minimiert die Erfolgsaussichten enorm und das ist nicht gut fürs Ego. Gibt es mehrere Dinge die du ändern willst, dann mache dir eine Liste und überlege dir, wo die Prioritäten sind. Du willst, so wie oben erwähnt: Sport machen, aufhören zu rauchen und auf Kohlehydrate verzichten? Vielleicht fällt es dir leichter mit dem Rauchen aufzuhören, wenn du schon ein paar Wochen sportlich unterwegs bist. Sport als Ersatzhandlung wirkt unterstützend. Vielleicht ist es aber genau umgekehrt und du hörst lieber zuerst auf zu Rauchen um dann ein paar Wochen später – mit mehr Puste – mit dem Sport zu beginnen.

 

Und warum willst du überhaupt auf Kohlehydrate verzichten? Sie sind nicht böse, wie immer wieder suggeriert wird. Wir brauchen sie sogar dringend, um unsere Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Es reicht wenn du weißt, wann und wieviel davon und vor allem welche du zu dir nehmen sollst. Das weißt du nicht? Ich kenne da jemanden, der dir dabei auf die Sprünge helfen kann ;-)

 

Bis bald

 

Conny