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Do it yourself – Faszienrolle

Für sehr viele Sportarten, nun ja – eigentlich für alle, braucht man irgendeine Ausrüstung. Selbst wenn man sich nur auf das Allerallernötigste beschränkt, der Weg ist derselbe: Zuerst Geld ausgeben, dann trainieren. Fürs Laufen braucht man zumindest Laufschuhe, fürs Schwimmen Badebekleidung. Aerobic und Zumba – dafür benötigt man ein halbwegs brauchbares Trainingsoutfit. Für Pilates und Yoga ist eine Gymnastikmatte sinnvoll.  Wandern – Bergschuhe.  Tennis – Schläger und Bälle. Schifahren, Snowboarden, Skateboarden, Inlineskaten, Radfahren, Golfen, Trampolinspringen,…

 

Es ist zum Haare raufen. Selbst für Eigenkörperübungen reicht es nicht aus nur einen eigen Körper zu haben. Um ein bisschen drum herum kommt man auch hier nicht herum (Sportkleidung und Matte zum Beispiel).

 

Ich weiß ja nicht, wie es dir dabei geht aber ich bin genervt. Im Sport- und Fitnessbereich finde ich Abwechslung sehr wichtig, ich probiere sehr gerne neue Sportarten aus und teste viele Trends die mir unterkommen. Erstens möchte ich herausfinden, was mir selbst gut tut und Spaß macht und zweitens will ich meinen Kunden und Kundinnen ein möglichst breites Trainingsspektrum anbieten können.

 

Immer wenn ich etwas Neues beginnen möchte stehe ich vor den Fragen: Was brauche ich dafür und vor allem was kostet das??? 2017 habe ich begonnen zu Klettern. Der erste Indoorkurs war, was die Ausrüstung betrifft noch kein Problem. Gurt, Schuhe, Seil etc. konnte man sich in der Halle leihen, das war in der Kursgebühr (ähm, ja) schon inbegriffen. Will man sich aber in die Sportart vertiefen, dann wird’s teuer. Klettergurt, Kletterschuhe, Helm (für draußen), Sicherungen und Karabiner, Seile etc. leider alles nicht umsonst.

 

Nach 15 Jahren Pause wollte ich letzten Winter herausfinden, ob ich noch Snowboarden kann. Kann ich. Mit meinem Snowboard aus dem Jahr 1999, einer ebenso alten Bindung und meinen alten Boots. Einen Helm hatte ich nicht, das war früher leider noch kein Thema. Handschuhe und Hose mussten auch her. Wieder ein kleines Loch in der Börse.

 

Ich mag  Fitnesssport sehr gerne. Widerstandsbänder musste ich haben. Hanteln sowieso (kann mir jemand sagen, warum die so teuer sind?), Schlingentrainer, Balancebretter, Gymnastikbälle, eine Klimmzugstange und noch einiges mehr. Ja ich habe viel Platz zu Hause und mittlerweile auch am Konto ;-)

 

Und deswegen dieser Blog heute: Ich habe keine Lust mehr ständig Dinge zu kaufen, die oft echt überteuert sind. Faszienrollen sind so eine Geschichte. Faszientraining funktioniert zwar auch ohne Rollen, bei der Faszienpflege sind sie trotzdem sehr sinnvoll.

 

Immer mittwochs biete ich einen Gruppenkurs mit Schwerpunkt Faszientraining an und im Sinne der Ganzheitlichkeit werden diese Einheiten mit der Pflege unseres Bindegewebes abgeschlossen. Es wird also gerollt. So stand ich vor der Frage: Soll ich  20 Faszienrollen kaufen, meine Kunden und Kundinnen bitten diese selbst zu besorgen, oder lasse ich mir etwas einfallen? Richtig. Ich lasse mir etwas einfallen. Ab zum nächsten Baumarkt und das Sortiment studiert. Ich habe tatsächlich einige verwunderte, wenn nicht sogar entsetzte Blicke geerntet, als ich da zwischen den Gängen mit diversen zylinderförmigen Gegenständen am Boden hin und her gerollt bin. Aber für meine Kunden und Kundinnen ist mir nichts zu peinlich ;-)

 

Schließlich bin ich bei den Schwimmnudeln (keine Ahnung wie die poltisch korrekt heißen) gelandet und habe begeistert festgestellt, dass das klappt.  Sie sind zwar außen etwas weicher als meine richtig teure schwarze Rolle, der Kern ist aber genauso hart. Der Durchmesser entspricht eher einer Minirolle, für das Training das mir vorschwebt, ist das aber sogar von Vorteil.  Also habe ich mein Auto bis unter den Rand mit Poolnudeln (klingt auch nicht besser) beladen, bin nach Hause gefahren, habe die künftigen Faszienrollen zu Recht geschnitten und mit der Faszienpflege losgelegt. Ich habe etwa einen Euro pro DIY-Rolle bezahlt, bin nach wie vor absolut begeistert, habe mir selbst und meinen Kursteilnehmern und Kursteilnehmerinnen jede Menge Geld gespart und überzeuge auch dich gerne von der vollen Funktionsfähigkeit meiner Meisterwerke. Mittwochs um 18.30 in Schloss Pichlarn! Da erfährst du übrigens auch, was es mit den Faszien überhaupt auf sich hat und warum sie trainiert und gepflegt werden sollten.

 

Und jetzt muss ich dringend in den Baumarkt – ich hab da noch so eine Idee ;-)

 

Bis bald

 

Conny