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Bootcamps - so macht Campen richtig Spaß!

Wenn mich etwas brennend interessiert muss ich es unbedingt ausprobieren und will alles darüber wissen. Bei Bootcamps war das genauso. Meine Vorstellung von diesen intensiven Kraftausdauereinheiten war ganz klar: Sportlich richtig an die eigenen Grenzen gehen, Motivation durch Gruppendynamik erleben, mit 20 anderen fitnesswilligen im gleichen Takt immer wieder auf und ab – egal ob Liegestütze oder Kniebeugen, Ausfallschritte oder Burpees. Durch Matsch robben, mich über viel zu hohe Hindernisse quälen, im Regen Dauerläufe absolvieren und dabei nicht verzweifeln oder ans Aufgeben denken, sondern sich darüber freuen, dass man angebrüllt wird doch noch mehr zu geben.

 

Warum ich sowas erleben wollte? Weil es in meiner Vorstellung Spaß macht, ich davon überzeugt war, dass die relativ kurzen Einheiten enorm viel bringen und eindeutig Abwechslung zum gewöhnlichen Fitnesstraining bieten. Bauch, Beine, Po kann ich. Wie man einen starken Rücken trainiert ist kein Geheimnis mehr für mich. Meine Faszien sind so durchgerollt, dass sie über die Faszienrolle lachen und gelaufen bin ich im letzten Jahr auch genug.

 

Also ab ins Bootcamp! Tja, leichter gesagt als getan, denn leider war zwar der Wille da, die Möglichkeit hat sich aber nicht ergeben. In naher und weiterer Umgebung wurde nichts dergleichen angeboten. Naja beinahe nichts, denn in der Personaltrainer Akademie meines Vertrauens gibt es die Möglichkeit sich zum Bootcamp Instructor ausbilden zu lassen. Gut, dann eben so. Mache ich mir meine Bootcamps eben selber.

 

Gemeinsam mit einer Trainerkollegin und drei Trainerkollegen habe ich mich ins Abenteuer Bootcamp gestürzt und so viel vorweg: Wir haben alle überlebt und es war ein riesen Spaß.

 

Indoor wurden alle möglichen und unmöglichen Eigenkörperübungen zerlegt und wieder zusammengesetzt, vorwärts – rückwärts – seitwärts – alleine – im Team – zu zweit – schnell – richtig schnell – ultra schnell und quälend langsam ausgeführt. Gefühlt 10.000 Mal wiederholt, perfektioniert und wieder wiederholt. Wir haben Konzepte ausgearbeitet, durchprobiert und wiederholt und nochmal wiederholt. Haben uns tatsächlich ein bisschen anbrüllen lassen und dadurch das letzte vorhandene Körnchen Muskelkraft mobilisieren können. Wir haben in der Gruppe geschwitzt, gemeinsam vor Anstrengung gezittert, uns über Erfolge gefreut und gelacht bis die ohnehin schon müden Bauchmuskeln kapituliert haben.  

 

Outdoor habe ich erfahren, wie man aus einem gewöhnlichen Kinderspielplatz ein perfektes Fitnessstudio zaubern kann, wie jedes Gelände zu einem herausfordernden Parcours wird und welche Tücken die Bundesheer-Hindernisbahn mit sich bringt.

 

Die Hindernisbahn war mein persönliches Highlight. Den männlichen Kollegen war dieses Monster bekannt, meine Kollegin und ich betraten hier absolutes Neuland. Aus meiner Perspektive (also mit 1,58m Körpergröße quasi aus direkter Bodennähe) waren alle Hürden die es zu bezwingen galt eeeecht hoch. Unten durch war kein Problem, auch wenn der Matsch aus meiner Vorstellung in der Realität einfach nur Staub war. Staubiger, dreckiger Staub – es war nämlich richtig schön warm in der prallen Sonne... Durchgerobbt wurde trotzdem. Natürlich mit der richtigen Kleidung, also lange Hose und lange Ärmeln. Trotz der Hitze empfehlenswert um Abschürfungen zu vermeiden (obwohl meinen Schienbeinen zu Folge der ein oder andere Tropfen Blut irgendwo an einer Mauer kleben dürfte). Ich weiß jetzt was der „Irische Tisch“ ist und bin froh, dass die „Löwengrube“ zum Zeitpunkt unseres Trainings gerade gesperrt war ;-)

 

Im Team diese Hindernisbahn zu bewältigen war eine ganz neue Erfahrung für mich. Ohne die helfenden Hände meiner Kollegen hätte ich so manches Hindernis nicht bezwingen können (Danke Jungs!), aber auch hier liegt irgendwie der Reiz. Als Gruppe eine Herausforderung so zu bewältigen, dass plötzlich Unmögliches möglich wird, der Teamgeist im Vordergrund steht, jeder den anderen motiviert und zu guter Letzt sich gemeinsam zu freuen, wenn die Ziellinie überquert worden ist. Ja – es war anstrengend. Ja – meine Muskeln waren richtig müde. Ja – man kann die blauen Flecken noch sehen. Ja – ich würde es jederzeit wieder machen. Sofort und ohne zu Zögern.

 

Ich habe in dieser Ausbildung unglaublich viel gelernt, erfahren und erlebt. Ich konnte jede Menge mitnehmen und brenne darauf, all das in die Praxis umzusetzen, meinen Kunden und Kundinnen zu zeigen, warum Bootcamps so effektiv sind und warum der Spaß trotz des intensiven Trainings nicht auf der Strecke bleibt. Dass ich nebenbei noch tolle Menschen kennenlernen bzw. wiedersehen durfte ist das Tüpfelchen auf dem i. Auf dem i von pain. You can call me Conny Pain ;-)

 

Bootcamps gibt’s übrigens ab Mitte Mai im Ennstal. Wo? Schloss Pichlarn! Wer veranstaltet sowas? Ich!

 

Also bis bald

 

Conny