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meconnyme goes vienna city marathon...

…oder so ähnlich. Zumindest kann ich mit Stolz berichten, dass ich einen meiner Schützlinge mit Erfolg auf dem Weg zum ersten Marathon begleitet habe. Trotz der wirklich sommerlichen Bedingungen und der deshalb sehr hohen Ausfallsquote gelang es meiner Kundin in einer extrem beachtlichen Zeit ihren ersten Marathon zu finishen.

 

Was ich damit zu tun habe? Nun ja, gelaufen ist sie die 42,195 Kilometer schon selber – dabei konnte ich ihr nicht helfen, aber bei den Vorbereitungen für den Wettkampf stand ich mit Rat und Tat zur Seite. Du musst wissen, einen Marathon läuft man nicht mal eben so. Es ist schon absolut unumgänglich, sich vorher einige Gedanken darüber zu machen und nach einem Konzept darauf hinzutrainieren.

 

Sinnvoll ist es, wenn du schon eine gewisse Lauferfahrung mitbringst. Den einen oder anderen Halbmarathon solltest du schon beendet haben und wenn möglich sollte es seit mindestens einem Jahr zu deinem Leben gehören, regelmäßig die Laufschuhe zu schnüren. Ja, einmal im Monat ist auch regelmäßig, aber ich spreche da schon von mehrmals pro Woche ;-)

 

Sich ärztlich durchchecken zu lassen ist nicht zwingend notwendig, wenn du aber Probleme mit Bluthochdruck oder andere Herzbeschwerden hast, wäre es auf jeden Fall ratsam beim Hausarzt vorzusprechen und ihn über dein Vorhaben zu informieren. Er wird wissen, was in deinem Fall zu beachten ist.

 

Dann kann es eigentlich losgehen: Je nach Vorerfahrung, Ausdauer und Motivation beginnt ein wettkampfspezifisches Training ca. 4-6 Monate vor dem Event. Eine breite Zeitspanne, weil jeder Läufer und jede Läuferin andere Voraussetzungen mitbringt und das ist auch der Knackpunkt. Genau darauf will ich hinaus. Wenn du dir jetzt einen 0815-Trainingsplan für deinen ersten Marathon erwartet hast, muss ich dich enttäuschen. Ich weiß, dass man diese Pläne in Büchern, Zeitschriften und im Internet zu Tausenden findet. Manchmal kostenfrei, manchmal nicht besonders günstig. Alle diese Pläne haben genau eines gemeinsam: Sie sind nicht DEIN individueller Trainingsplan. Logisch betrachtet kann das gar nicht funktionieren.

 

Angenommen 10 Leute aus deinem Bekanntenkreis beschließen genau jetzt, im Herbst am Grazmarathon teilzunehmen und diesen auch noch unbeschadet zu beenden. Stelle dir diese 10 Personen vor. Es sind bestimmt Männer und Frauen darunter, sie sind vielleicht zwischen 20 und 60 Jahre alt, leicht übergewichtig, sportlich oder auch etwas zu leicht? Groß oder klein? Seit einem Jahr Hobbyläufer oder auch schon seit 5 Jahren etwas ambitionierter dabei. Die unterschiedlichsten Laufstile sind hier vertreten, von dynamisch bis tollpatschig ist alles dabei. Und alle sollen genau nach demselben Plan ihr Ziel erreichen? Ähm ja…

 

Ein Trainingsplan macht nur dann Sinn, wenn er wirklich auf dich und deine persönlichen Vorrausetzungen zugeschnitten ist und das ist nur möglich, wenn der Plan z.B. gemeinsam mit der Personal Trainerin deiner Wahl ausgearbeitet wurde ;-) Zuerst wird hier dein aktueller Fitness-Status erhoben und überlegt, wieviel Zeit du pro Woche investieren kannst um dein Ziel zu erreichen. Zu den aufeinander abgestimmten Laufeinheiten die nötig sind um GENAU DICH fit für den Marathon zu machen, kommen noch andere Trainingsinhalte dazu. Nach dem Motto: „Rumpf ist Trumpf“ (meine Kunden und Kundinnen lieben diesen Spruch…) gehört Training für eine stabile Körpermitte genauso in deinen Plan, wie Koordinationsübungen und Dehneinheiten. Dein Plan für den ersten Marathon muss deine individuellen Regenerationszeiten berücksichtigen und darf dich weder über- noch unterfordern.

 

Was es noch alles zu beachten gibt und wie dein Plan aussehen kann, bespreche ich sehr gerne persönlich mit dir. Das erste Beratungsgespräch ist selbstverständlich unverbindlich und für meine Neukunden kostenlos – aber nicht umsonst ;-)

 

Ich würde mich wirklich freuen, wenn ich in Zukunft noch mehr Läufer und Läuferinnen dabei unterstützen könnte, erfolgreich die Ziellinie zu überqueren – möglicherweise bestreiten wir ja sogar so manchen Lauf gemeinsam!

 

Bis bald

 

Conny