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Auf die Plätze, fertig - Bärlauch!

Wenn man um ein Nahrungsmittel aus der Natur momentan nicht herum kommt, dann ist das Bärlauch. Sein Geruch lässt es schon vermuten, dass er eng mit Knoblauch, Zwiebel und Schnittlauch verwandt ist und sein Geruch ist es auch, der ihn klar vom giftigen Maiglöckchen unterscheidet. Ist man sich also nicht sicher, ob man beim Sammeln dem richtigen Grünzeug auf der Spur ist: Einfach zwischen den Fingern reiben und daran riechen, ist es Bärlauch haftet der Duft auch Stunden später noch als Beweis an der Hand ;-)

 

Bärlauch hat seinen Namen tatsächlich von den Braunbären, da die Germanen früher glaubten, dass die Bären ihre Kraft und Fruchtbarkeit aus der grünen Pflanze gewinnen. Was nicht so abwegig ist, denn nach ihrem langen Winterschlaf fressen sich Bären gerne an dem schmackhaften Frühlingsboten satt.

 

Tatsächlich hat Bärlauch viele positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit: Er enthält viel Vitamin C, aber auch Magnesium und Eisen. Er ist ein altbewährtes Hausmittel gegen unangenehme Blähungen und andere Magen- und Darmprobleme. Außerdem wird ihm eine cholesterinsenkende, entschlackende und gefäßerweiternde Wirkung nachgesagt.  Prinzipiell kräftigt das kleine grüne Wunder den Körper – egal ob Bär oder Mensch!

 

Grund genug also, Bärlauch in den Frühlingsspeiseplan zu integrieren. Meine beiden Lieblingsrezepte sind  Avocado-Bärlauch-Aufstrich und Bärlauchspinat. Beides ist ruckzuck fertig und unglaublich lecker.

 

Avocado-Bärlauch-Aufstrich:

 

1 Avocado

1/2 Zitrone

1 Handvoll Bärlauch

Salz, Pfeffer

 

Avocadofleisch aus der Schale lösen, mit einer Gabel zerdrücken, den Saft der halben Zitrone dazu gießen. Bärlauch fein hacken, zur Masse geben, umrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Schmeckt hervorragend auf getoastetem Vollkornbrot.

 

 

Bärlauchspinat:

 

500g Bärlauch

1 Becher Sauerrahm

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

 

Den Bärlauch grob schneiden, in 500ml Wasser etwa 5 Minuten köcheln, die Hälfte der Flüssigkeit abgießen. Jetzt den Sauerrahm dazu geben, erhitzen (nicht mehr kochen), mit dem Zauberstab pürieren, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken – fertig.

 

Viel Spaß beim Sammeln, Kochen und Mahlzeit ;-)

 

Bis bald

 

Conny