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Kresse 2.0 – ein hoch auf die Sprossen

Ich weiß ja nicht, wie das bei dir in der Kindheit so war, aber ich habe Kresse geliebt. Auf dem Butterbrot, in Salaten oder gezupft und so genascht. Das Erfolgserlebnis, wenn aus den Samen auf der nassen Watte eeendlich grüne Sprossen sprießen – ich glaube das war der Moment, in dem ich zum ersten Mal Muttergefühle hatte ;-) 30 Jahre später finde ich es immer noch spannend, wenn ich selbst etwas Essbares angepflanzt habe und die Ernte ansteht.

 

 

Während ich bei meinem Gemüsegarten noch etwas Geduld aufbringen muss, bis die Mühe Früchte trägt, sieht es auf meinem Fensterbrett ganz anders aus. Das ganze Jahr über keimen hier Sprossen aller Art: Mungobohnen, Linsen, Alfalfa, Brokkoli, Rettich und wasweißichnochalles. Warum? Weils schmeckt, gesund ist und unglaublich einfach ist.

 

 

Sprossen sind eine gute Protein- und Vitaminquelle, haben einen viel höhere Nährstoffkonzentration als die ausgewachsenen Pflanzen und sind reich an Ballaststoffen.

 

 

Gezogen werden sie entweder in einem Marmeladeglas oder auf einem Sprossensieb. Angefangen habe ich ganz einfach mit der Glasmethode: Sprossen rein, Wasser drauf, an einen hellen Platz stellen, einmal täglich Wasser wechseln und spülen und beim Wachsen zusehen. Nach etwa 4 Tagen sind die Sprossen verzehrfertig.

 

Mittlerweile habe ich mir Sprossensiebe besorgt, funktioniert im Prinzip wie beim Glas, nur dass die Sprossen auf einem Sieb liegen und nur von unten mit Wasser in Berührung kommen. Auch hier gilt: Mindestens einmal täglich Wasser wechseln und Sprossen spülen.

 

 

Zum kulinarischen Einsatz kommen meine kleinen grünen Freunde beinahe täglich: Morgens auf einem Vollkornbrot mit Frischkäse oder mittags als Highlight im Salat oder auf dem Gemüse.

 

 

Mein Tipp: Gleich loslegen und in spätestens 4 Tagen selbst über den Sprossennachwuchs freuen!